Biber
Der europäische Biber war ursprünglich in Europa und weiten Teilen Asiens heimisch, ist dann aber durch Bejagung (dichtes Fell, essbares Fleisch) und Vernichtung des Lebensraumes durch Rodung und Ackerbau in wenige Restgebiete zurück gedrängt worden. Durch konsequenten Schutz und Auswilderungen ist der Biber in den letzten Jahrzehnten wieder heimisch geworden.
In Nordamerika lebte in den letzten zwei Millionen Jahren der Riesenbiber (Castoroides ohioensis), der bis zu 2,5 m groß wurde. Jüngste Funde sind etwa 10.000 Jahre alt, so dass Menschen diesem Biber begegnet sein können. Eventuell sind Legenden, in denen der Micmac-Gott Gloosecap einen Riesenbiber versteinert und seine Nachkommen zu kleinerer Gestalt verdammt auf Überlieferungen des Riesenbibers zurückführbar.
Eisvogel
Der Eisvogel ist ein guter Bekannter bei Frau Winter - holt er sich doch regelmäßig kleine Fische aus ihrem Zierkarpfenteich.

Der Eisvogel hat kaum
natürliche Feinde, lediglich Wiesel oder Ratten können eine ungeschickt angelegte
Nisthöhle ausrauben. Starke Regenfälle im Frühjahr
können das Wasser trüben. Weil der Eisvogel seine Beute
sehen können muss, kann das zu Nahrungsmangel und zum
Verhungern der Brut führen. Harte Winter, in denen alle
Fischgewässer zufrieren, haben in der Vergangenheit zu
landstrichweisem Aussterben des Eisvogels geführt.
Solche Lücken wurden aber durch mehrere Bruten im Jahr
schnell wieder geschlossen.
Früher wurde der Europäische Eisvogel von Binnenfischern
stark verfolgt. Heute ist er durch die Vernichtung
seines Lebensraums bedrängt: Es gibt kaum noch
unverbaute Flüsse und auch Bäche wurden in der Vergangenheit begradigt
und in Betonbetten verlegt, Uferbewuchs wurde
gerodet, Tümpel zugeschüttet und Feuchtgebiete trocken gelegt. Vereinzelte
Renaturierung hat daran nichts Wesentliches geändert.
Der Eisvogel ist in Deutschland nach dem
Bundesnaturschutzgesetz
und der Bundesartenschutzverordnung
streng
geschützt.
Hirschkäfer
Früher stellte der
imposante Hirschkäfer
(Lucanus
cervus) die
Krönung jeder Insektensammlung dar. Er gehört in die Familie
der Schröter (Lucanidae) innerhalb der Käfer (Coleoptera). Heute können nur noch sehr wenige
Menschen behaupten, jemals einen Hirschkäfer lebend
gesehen zu haben. Der Bestand der Hirschkäfer hat in
Mittel- und Südeuropa stark abgenommen. Dies liegt nicht
etwa an ihrer Beliebtheit für Sammler, wie häufig
behauptet wird, sondern vielmehr daran, dass die
Lebensräume für die Tiere immer weniger vorhanden sind.
Im Zuge so genannter Aufräumaktionen wurden besonders
die lichten Laubwälder von Totholz befreit. Da dies
jedoch für die Entwicklung der Larven notwendig ist,
kann diese nicht mehr stattfinden. Heute werden die
meisten Bestände forstwirtschaftlich genutzt. Alte
Eichen werden gefällt und das Holz wird verarbeitet.
Entsprechend fällt auch kein neues Totholz mehr an. So
kommen Hirschkäfer heute nur noch in einigen alten
Eichen-"Urwäldern" vor, hier allerdings häufig in recht
großen Beständen.
Nashornkäfer
Der
Nashornkäfer
(Oryctes
nasicornis) ist
ein Insekt aus der Familie Dynastidae innerhalb der Blatthornkäfer (Scarabaeoidea bzw. Lamellicornia).
Das Männchen der Nashornkäfer trägt ein nach hinten
gebogenes Horn, während die Weibchen ein kleineres
glattes Hornschild aufweisen.
Quelle: http://de.wikipedia.org